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Finanzplanung

Finanzplanung für Familien

Sicherheit für alle Lebenslagen – der vollständige Leitfaden für Schweizer Familien.

Familienfinanzplanung Schweiz – 6 Bausteine

Die sechs Bausteine einer soliden Familienfinanzplanung in der Schweiz.

Eine Familie zu gründen verändert die finanzielle Situation grundlegend. Plötzlich sind nicht mehr nur die eigenen Bedürfnisse relevant – Partner, Kinder und zukünftige Generationen müssen mitgedacht werden. Eine strukturierte Familienfinanzplanung schützt vor unerwarteten Ereignissen und schafft die Grundlage für finanzielle Sicherheit und Wohlstand.

Baustein 1: Die Notfallreserve

Der erste und wichtigste Schritt ist der Aufbau einer Notfallreserve. Diese sollte mindestens 3–6 Monatsausgaben der Familie umfassen und auf einem leicht zugänglichen Sparkonto liegen.

Wie gross sollte die Notfallreserve sein?

Bei monatlichen Ausgaben von CHF 6'000 (Miete, Krankenkasse, Lebensmittel, Transport) sollte die Notfallreserve CHF 18'000–36'000 betragen. Familien mit Hypothek oder Selbstständigen empfehlen wir eher 6 Monate.

Baustein 2: Lebensversicherung – Schutz für die Familie

Was passiert, wenn ein Elternteil stirbt oder invalid wird? Die staatliche AHV und die Pensionskasse bieten einen Grundschutz, der für die meisten Familien jedoch nicht ausreicht.

Todesfallschutz

Eine Risikolebensversicherung zahlt im Todesfall ein Kapital aus, das die Familie absichert. Kosten: ab CHF 30/Monat für CHF 500'000 Deckung.

Erwerbsunfähigkeitsschutz

Eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EUV) schliesst die Lücke zwischen IV-Rente und tatsächlichem Bedarf. Besonders wichtig für Selbstständige.

Hypothekenabsicherung

Bei einer Hypothek empfiehlt sich eine Todesfallversicherung in Höhe der Hypothek, damit die Familie das Haus behalten kann.

Baustein 3: Säule 3a für beide Partner

Beide Erwerbstätigen in der Familie sollten eine eigene Säule 3a führen. Das verdoppelt die mögliche Steuerersparnis und sorgt für eine unabhängige Altersvorsorge beider Partner.

Doppelte Steuerersparnis: Beide Partner zahlen je CHF 7'258 ein – zusammen CHF 14'516 Abzug vom steuerbaren Einkommen.
Unabhängigkeit: Im Scheidungsfall ist die Säule 3a des jeweiligen Partners grundsätzlich nicht teilungspflichtig (Güterstand beachten).
Teilzeitarbeit berücksichtigen: Auch Teilzeiterwerbstätige können einzahlen – der Maximalbetrag gilt pro Person, unabhängig vom Beschäftigungsgrad.

Baustein 4: Kindervorsorge

Für Kinder gibt es in der Schweiz verschiedene Vorsorgemöglichkeiten:

Produkt Rendite Flexibilität Geeignet für
Sparkonto Kind Tief (0.5–1%) Sehr hoch Kurzfristige Sparziele
Kinderfestgeld Mittel (1–3%) Gering (gebunden) Mittelfristiges Sparen
Wertschriften-Depot Hoch (langfristig 4–7%) Mittel Langfristiger Vermögensaufbau
Ausbildungsversicherung Mittel Gering Ausbildungsfinanzierung

Baustein 5: Immobilien – Eigenheim oder Anlage

Das Eigenheim ist für viele Familien der grösste Vermögenswert. Beim Kauf sind folgende Punkte zu beachten:

Eigenkapital: Mindestens 20% des Kaufpreises, davon max. 10% aus Pensionskasse (WEF)
Tragbarkeit: Hypothekarkosten dürfen max. 33% des Bruttoeinkommens betragen (kalkulatorisch mit 5%)
Amortisation: 2. Hypothek muss innerhalb von 15 Jahren auf 2/3 des Verkehrswerts amortisiert werden
Eigenmietwert: Als fiktives Einkommen steuerbar – Unterhaltskosten und Hypothekarzinsen sind abziehbar

Baustein 6: Testament und Erbrecht

Ohne Testament gilt das gesetzliche Erbrecht – das entspricht oft nicht den Wünschen der Familie. Besonders wichtig:

Testament: Regelt die Verteilung des Nachlasses nach eigenen Wünschen. Muss handschriftlich verfasst und unterschrieben sein (oder notariell beurkundet).
Ehevertrag: Regelt die Gütertrennung oder Gütergemeinschaft und hat grosse Auswirkungen auf die Erbschaft.
Vorsorgeauftrag: Bestimmt, wer im Fall von Urteilsunfähigkeit Entscheidungen treffen darf (Finanzen, Gesundheit).

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